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Aiut Alpin Dolomites » Geschichte

Die Gründung des Aiut Alpin Dolomites

Die im Jahre 1989 gesammelten Erfahrungen zeigten, dass nur mit einem erweiterten Einsatzgebiet und mit zusätzlicher Einbindung der Rettungsmannschaften der Nebentäler eine spezialisierte und wirkungsvolle Bergrettung mittels Hubschrauber realisiert werden konnte. Um sich zwischen den Felstürmen und Wänden der Dolomiten sicher zu bewegen, war die Wahl des am besten geeigneten Fluggerätes ausschlaggebend.

Nach mehreren Beratungen unter den Verantwortlichen der Bergrettungen der ladinischen Täler wurde am 17. Juli 1990 der Gründungsakt der „Union Aiut Alpin Dolomites" (abgekürzt AAD) unterzeichnet. Neun Mannschaften schlossen sich bereits bei der Gründung an. Zum Vorsitzenden wurde Gino Comelli, ein Bergführer aus Alba di Canazei und Leiter der Bergrettung des oberen Fassatales, gewählt. Als technischer Leiter wurde Raffael Kostner ernannt, der damals den Bergrettungsdienst Gröden leitete. In den folgenden Jahren wechselte sich Comelli in seinem Amt mit Willy Costamoling aus Corvara ab, dem Bergrettungsvorsitzenden des oberen Gadertales. Das Sekretariat wurde Günther Comploy anvertraut und die Buchhaltung Konrad Weirather, diese Ämter haben beide noch heute inne. Neben den bereits erwähnten Rettungsstellen von Gröden, Gader- und Fassatal schlossen sich auch die Mannschaften von Wengen, St. Martin in Thum, St. Vigil in Enneberg, Villnöss, Mittel Fassatal und Moena an. Sexten und Sulden traten nicht bei, nutzten aber den Dienst über CNSA, dem ihre Rettungsstellen angehörten. Im Folgejahr schlossen sich auch die Rettungsstellen des Alpenvereins Südtirol Seis und Tiers an. Später folgten die Mannschaften von Fiemme, San Martino di Castrozza und Fiera di Primiero.

Man mietete von der Gesellschaft CPA den damals geeignetsten Hubschrauber, wiederum ein Modell Ecureuil AS 350B1, der diesmal auch über eine Seilwinde verfügte. Es wurde auch großer Wert auf bekannte und vertrauenswürdige Piloten gelegt; der erste war Renzo Rossi, der mit Militärhubschraubern und bei der Firma Elidolomiti viel Erfahrung am Berg gesammelt hatte und sich seiner Aufgabe mit Begeisterung und Einsatz widmete.

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Das erste Tätigkeitsjahr erwies sich bereits als sehr beanspruchend, es wurden über 100 Rettungseinsätze absolviert, die meisten mit Hilfe des Hubschraubers. Die Einsatzzeiten schwankten zwischen einem Minimum von 7 bis zu einem Maximum von 100 Minuten. Um die Zusammenarbeit zwischen den Bordtechnikern und den lokalen Rettungsmännern zu verbessern, wurden Ausbildungskurse und Übungen durchgeführt. Bei schlechten Wetter und Sichtverhältnissen mussten die Mannschaften aber nach wie vor auf bodengebundene Einsatztechnik und zum Teil auf Geländewagen zurückgreifen, um zum Einsatzort zu gelangen und die Bergungen durchzuführen.

In den Jahren 1991 und 1992 konnte der Aiut Alpin Dolomites seine Stellung im Bergrettungswesen der Dolomiten konsolidieren. Es wurde immer klarer, dass man ohne ihn nicht mehr auskommen konnte, ohne den Fremdenverkehr und den guten Ruf Südtirols zu schädigen. Der Aiut Alpin Dolomites wurde von verschiedenen für die Sicherheit der Region zuständigen Organisationen gerufen, als ob es sich um eine staatliche Dienststelle gehandelt hätte. Man vergaß oft, dass es sich um eine private Vereinigung handelte, die nur dank freiwilliger Beiträge überleben konnte.

Diese Situation wurde vom Landesrat für Gesundheitswesen anerkannt, der im Frühjahr 1992 eine finanzielle Hilfe von Seiten der Provinz Bozen in Aussicht stellte. Es war der richtige Impuls im richtigen Moment, um für die unmittelbar bevorstehende Sommersaison zu motivieren. Diese Saison erwies sich als einsatzreicher als alle vorhergehenden: 199 Hilferufe mit dem Einsatz von über 800 Personen, 19 unterstützende Rettungsmannschaften, 85 Flugstunden mit einem Durchschnitt von 26 Flugminuten pro Einsatz, 249 gerettete Personen, davon 152 verletzt, 21 tot.

Es mag nützlich sein, hier einige Auskünfte über die damalige Organisation vom Aiut Alpin Dolomites zu geben. Von der in Pavia ansässigen Firma Air Service Center, mit der bis heute zusammengearbeitet wird, wurde der neue Hubschrauber Ecureuil AS 350B2 gemietet. Mit einer Turbinenleistung von 740 HP, einer Tragfähigkeit bis zu 6 Personen und einer Reichweite von 670 km war diese Maschine mit einer 40 m Seilwinde für ein Maximalgewicht von 136 kg ausgestattet. Nach Rossi kamen die Piloten Enrico Galeazzi (Chicco), Franco Pagan und zuletzt Marco und Gabriel Kostner, beide Brüder von Raffael Kostner und beide jetzt noch aktiv; ein Berufsmechaniker kümmerte sich um die technischen Kontrollen. Ein Arzt, in der Regel ein Spezialist für Anästhesie und Wiederbelebung, flog immer mit. Die Ärzte wurden von Dr. Michele Nardin, dem medizinischen Leiter beim Aiut Alpin Dolomites, unter Bevorzugung von Bergsteigern, ausgewählt. Einige erfahrene Bergführer betätigten sich als Windenmänner, andere Bergretter wurden von Fall zu Fall als Kenner des Gebietes mit an Bord genommen.

Das Notrufzentrum auf der Seiser Alm war über zwei Telefonleitungen und über die Frequenzen verschiedener Funkgeräte der Rettungsstellen, den Umsetzer des CNSA Alto Adige und des Zivilschutzes Gröden erreichbar. Mit Hilfe des Computers war es möglich, rasch die notwendigen Personen und Vereinigungen zu suchen, sowie auch die Rettungsstellenleiter, die Lawinenhundeführer, andere Hubschrauberrettungsdienste Ärzte, Krankenhäuser, medizinische Hilfsdienste, Carabinieri, Feuerwehr und Dienste des Zivilschutzes zu erreichen. Wenn es die Wettersituation oder die Nähe zur Grenze erforderte, war es auch möglich, zu Rettungsstellen Österreichs und der Schweiz Kontakt aufzunehmen und um Hilfe zu ersuchen. Die Funkstation war von morgens bis abends von Mitgliedern der Rettungsstelle Gröden besetzt, die für diesen Dienst eigens geschult wurden und auch nachts erreichbar waren. Ein Weiterleiten des Notrufes war nicht erforderlich, so dass der Hubschrauber in der Lage war, innerhalb von zwei Minuten ab Alarmruf zu starten. Das schnelle Eingreifen durch das Notrufzentrum des Aiut Alpin Dolomites wurde allgemein anerkannt und gepriesen.


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